Datenübermittlung Zahnarzt → Dentallabor

von Karsten Schulz

Datenschutzbehörden äußern sich weiterhin nicht

Bis Oktober 2018 haben wir in unseren Bundesländern unterschiedliche Aussagen der Aufsichtsbehörden zur Frage, ob die Übermittlung von Patientendaten vom Zahnarzt an das Dentallabor per Einwilligung oder per Auftragsverarbeitung geregelt werden sollte.

Das ist kurios, zumal die DSGVO ja ein Gesetz ist, das europaweit eine möglichst einheitliche Umsetzung des Datenschutzes schaffen soll. Deutschland schafft das in manchen Fragen aktuell nicht einmal innerhalb des Landes.

Anfang November tagte die Datenschutzkonferenz, bei der alle Landesdatenschutzbeauftragten aktuelle Fragen klären und versuchen, einen einheitlichen Standard für ganz Deutschland zu beschließen. Als Ergebnis der Konferenz erwarteten wir eine Aussage zu dieser Frage, die in der Dentalwelt intensiv diskutiert wird.

Handlungsempfehlung für Zahnarzt und Dentallabor

Da es noch keine einheitliche Aussage der Datenschutzbehörden gibt, empfehlen wir, die Übermittlung von Patientendaten durch eine informierte, ausdrückliche Einwilligung nach Art. 9 Abs. 2 DSGVO in Verbindung mit dem Behandlungsvertrag (Art. 6 Abs. 1b DSGVO) zu legitimieren. Mit dieser Lösung ist sowohl die Transparenz für die Betroffenen gewahrt, als auch die Sicherheit gegeben, dass die Übermittlung legitimiert ist.

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